Wilde Ochsen und vergewaltige Frauen

Presseschau
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Das Opferfest steht bevor und in Nebenstraßen warten Schafe und Kühe auf ihre Schlachtung. Eine Kuh möchte sich diesem Schicksal nicht beugen und entwischt ihrem Besitzer. Die Eggyptian Mail bringt einen Fotobeweis und thematisiert die steigenden Preise im Vorfeld des höchsten islamischen Festes. Die Presseschau.

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Rindfleisch verteuert sich in Arbeitergegenden von 35 ägyptische Pfund auf 38 ägyptische Pfund, was rund 4.75 Euro pro Kilo entspricht. Der Preis für einen Liter Bratfett verdoppelt sich fast auf neun ägyptische Pfund, also etwas mehr als einen Euro. „Ich wollte neue Kleidung für meine Kinder kaufen und war geschockt, als ich diese Preise sah….“. Mit diesen Worten beginnt eine Reportage zum gleichen Thema. Und in ihrer Presseschau zitiert die Eggyptian Mail eine Meldung, wonach in Kairo elf Millionen Menschen von weniger als einem Dollar am Tag leben.

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Laut Titelseite der Eggyptian Mail sorgt eine Fatwa für kontroverse Diskussionen. Großscheich Mohamed Sayyed Tantawi erlaubt die Abtreibung nach einer Vergewaltigung innerhalb der ersten vier Monate der Schwangerschaft. Die Zeitung stellt heraus, dass Frauen damit ein Recht auf Abtreibung zugebilligt wird. Andernfalls sei ein Kind ohne Familie und eigene Identität das Ergebnis solch eines Verbrechens. Offizielle Zahlen sprechen von 20000 Vergewaltigungen im Jahr, so die Daily News Egypt. Vor kurzem sorgte eine Schlagzeile aus Saudi-Arabien für Aufsehen. Ein 18-jähriges Mädchen wurde nach einer Gruppenvergewaltigung zu 200 Stockschlägen verurteilt. Das Gericht begründete die Strafe damit, dass das Opfer Männer getroffen habe, welche nicht zu ihrer Familie gehören. Nun wurde sie vom Saudischen König begnadigt.

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Die Daily News Egypt ausländische Frauen zu Wort kommen, welche Opfer von sexueller Belästigung wurden. Fast jeden Tag müsse sie Belästigungen ertragen, berichtet eine amerikanische Studentin. Eine Photographin resümiert, die Situation habe sich in den letzten fünf Jahren verschlimmert. Auch die Polizei kommt in diesem Artikel nicht gut weg. Eine Journalistin sei bei ihrer Berichterstattung von Sicherheitskräften belästigt wurden, eine Türkin auf einer Polizeistation. Das Ägyptische Zentrum für Frauenrechte plant nun eine Untersuchung.

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Internetkontrolle auf ägyptisch: „Ein Klick und du bist verhaftet“, titelt die Eggyptian Mail. Ein umstrittenes Anti-Terror-Gesetz verbietet den Besuch von Al-Qaeda-Websites. 18 junge Menschen wurden festgenommen. Sie sollen Bombenbaupläne studiert und Material über Anschläge runter geladen haben. Kritik kommt vom Zentrum für politische und strategische Forschung in Kairo. Das Internet solle für jeden zu jederzeit erreichbar sein.

Zu guter letzt: Christmas is coming! Etwas propagandistisch begrüßt die Eggyptian Mail Touristen, welche „hier eine friedliche Weihnacht verbringen“ und referiert über die Qual des richtigen Geschenks. Ihr Vorschlag: Gold und Silber, Papyrus und was Touristen halt sonst noch so kaufen sollen.

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