Vorsicht, blutig!

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Traditionell schlachten Muslime zum Opferfest Id ul-Adha ein Tier und teilen das Fleisch mit Nachbarn und armen Menschen. Ein Schlachthaus wird nicht gebraucht, Geschächtet wird auf offener Straße.


Der morgen des Opferfestes ist angebrochen. Noch sind die Straßen von Kairo menschenleer. Auf dem Boden: einzelne Blutflecke. Sie lassen erahnen: Für viele Schafe und Ochsen hat das letzte Stündchen geschlagen.

Das Fest geht auf Abraham, den Stammvater Israels zurück. Im Islam gilt er als Prophet. Er bestand eine göttliche Probe und war bereit seinen Sohn Isaak, den späteren Stammvater der Araber, zu opfern. Gott gebot ihm Einhalt und Abraham opferte aus Dankbarkeit ein Tier.

Es wird während der Hadsch, der Pilgerreise nach Mekka, gefeiert. Das ZDF berichtet in einem Blog. Aufgrund des islamischen Mondkalenders wandert das Opferfest durch das Jahr. 2006 fand es mit dem Jahreswechsel statt.

Der Tag beginnt mit dem Morgengebet. Danach soll jede Islamische Familie ein Tier opfern, wenn sie es sich leisten kann.

Die Tiere werden geschächtet, der traditionellen Schlachtmethode im Judentum und Islam. Mit einem einzigen Schnitt durch die Kehle sollen alle großen Blutgefäße, die Luft- und die Speiseröhre durchtrennt werden. Obwohl zulässig, wird auf eine Betäubung meist verzichtet.

Mit dem Opferfest begehen Muslime ihren höchsten Feiertag. Die ganze Familie ist versammelt. Das Fleisch teilen sie mit Nachbarn und armen Menschen.

Auch vor der Fleischerei um die Ecke herrscht Hochbetrieb. Geschlachtet wird im Minutentakt, es gibt viel zu tun.

Wird das Messer nicht professionell geführt, durchlebt das Tier einen langen Todeskampf. Doch in Kairo kann jedermann schwächten. Für Jugendliche gilt es als Ehre, das Tier zu töten. Sie werden damit in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Die Reaktionen reichen von schrecklich bis lustig. Der Integrationsbeauftragte von NRW wünsch in einer Pressemitteilung allen Muslimen ein frohes Opferfest.

Nachtrag: abstractizm findet es schrecklich, dass er zu so einer Zeit alleine ist.

 

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3 Antworten to “Vorsicht, blutig!”

  1. Juergen-M.Schulter Says:

    ich empfinde die letzten wochen bei uns sind auch ein
    “ langes -opferfest “ !
    die menschen rennen durch die strassen und kaufhaeuser, opfern ihre spardose, die rente oder das gehalt vom januar 2008, um sachen zu verschenken, die der beschenkte evtl. ueberhaupt nicht so toll findet oder eine etwas kleinere gabe es auch getan haette. wollen sich die schenker, die liebe und zuneigung der beschenkten erkaufen ? zu weihnachten umarmen sich die familien und versuchen fuer einige stunden “ friede auf erden “ zu realisieren. ich habe gehoert, dass manche abartige sogar die weihnachtsgeschichte lesen und wieder in die kirche gehen ( wie vorigen heiligabend ). die kinder bekommen einen neuen pc, dazu eine nientendo-box und andere bewegungshemmer. in der suesswarenabteilung bei karstadt war krieg. nur eine grosse schokoladen-mangel-epoche die scheinbar auf uns zukommt kann schuld daran sein, dass um die pralinen und schokolade “ gekaempft “ wurde.

    es ist hoechste zeit in aktien von pharmafirmen zu investieren die diabetisprodukte herstellen. die kinder > und wir < werden alle verfetten und noch traeger werden.

    also, lasst euch die weihnachtsgans schmecken und
    ……………………… ein friedvolles neues jahr mit vielen guten vorsaetzen ,
    wuenscht juergen

  2. rote feder Says:

    hossa…du hast ja schon voll die ardkorrispreche drauf-respekt! 😉

  3. fuxx Says:

    ganz großer journalismus: endlich zeigt mal ein westeuropäischer journalist das schächten, bisher kannte ich nur die hetzreden von ede, udn beckstein, koch usw.,.aber jetzt kann ich mir auch was drunter vorstellen. kairoblog.de trägt zur meinungsbildung bei. DANKE!

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